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Die aktuelle Print-Ausgabe:

172-173. Folge | Februar 2012
Energiewende | Finanzmärkte
Helmut Creutz: Banken in die Schranken? – Die Vermögen sind das Problem!
Eva-Maria Hubert: Sozialtechnik Geld und Währungsmorphologie
Thomas Seltmann: Vom Überfluss zur Knappheit – Die fossil-atomare Energiewirtschaft vor dem Scheitelpunkt
Gotelind Alber: Energiewende nur mit Wachstumslogik?
Dirk Löhr: Ordnungspolitischer Rahmen für eine Energiewende
Norbert Rost: Transition Towns – Städte im Wandel
Burkhard Flieger: Erfolgsmodell Energie- genossenschaften – Wege zu einer sicheren dezentralen Energieversorgung
 

REZENSIONEN:
Pierre-Joseph Proudhon:
Theorie des Eigentums (ins Deutsche übersetzt von Lutz Roemheld und eingeleitet von Gerhard Senft). Kiel 2010. (Ferdinand Wenzlaff)
Helge Peukert: Rudolf Goldscheid - Menschenökonom und Finanzsoziologe (Reihe: Finanzsoziologie, hrsg. von Jürgen G. Backhaus, Band 3). Frankfurt/M. 2009. (Gerhard Senft)
Roland Kley: Wachstum, Geld und Geist – Der Ökonom Hans Christoph Binswanger. St. Gallen 2010. (Werner Onken)
Franz Hörmann & Otmar Pregetter: Das Ende des Geldes – Wegweiser in eine ökosoziale Gesellschaft. Etsdorf am Kamp/Österreich 2011. (Werner Onken)
Hanno Beck & Aloys Prinz: Abgebrannt - Unsere Zukunft nach dem Schuldenkollaps. München 2011. (Jörg Gude)
Charlotte Jurk & Reimer Gronemeyer (Hrsg.): Bodenlos – Vom Verschwinden des Verlässlichen - Für Marianne Gronemeyer zum 70. Geburtstag. Frankfurt/M. 2011. (Grit Fröhlich)
Gerhard Klas: Die Mikrofinanzindustrie - Die große Illusion oder das Geschäft mir der Armut. Berlin 2011. (Kathrin Hartmann)
Christian Thiel: Das „bessere“ Geld - Eine ethnographische Studie über Regionalwährungen. Wiesbaden 2011. (Margrit Kennedy)
Stefan Klein: Der Sinn des Gebens - Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen. Frankfurt/M. 2. Auf. 2010. (Johann Walter)
Gerd Rosenkranz: Mythen der Atomkraft - Wie uns die Atomlobby hinters Licht führt. München 2010. (Alwine Schreiber-Martens)
Bernward Janzing: Solare Zeiten – Die Karriere der Sonnenenergie – Eine Geschichte von Menschen mit Visionen und Fortschritten der Technik. Freiburg 2011. (Alwine Schreiber-Martens)
Heinz-Josef Bontrup: Der diskreditierte Staat – Alternativen zur Staatsverschuldung und zu Schuldenbremsen. Bergkamen 2012. (Günther Moewes) und andere kleine Beiträge

Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.
Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Dipl.-Kfm. Ralf Becker, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Norman Ehrentreich, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Arno Gahrmann, Prof. Dr. Roland Geitmann, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Mag. Soz.-wiss. Tilo König, Dr. Christoph Körner, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Dipl.-Soz.-wiss. Claude Million, Prof. Günther Moewes, Dr. Robert Musil, apl. Prof. Dr. Niko Paech, Mag. Alexander Preisinger, Dipl.-Vw. Andreas Rams, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Fabian Thiel.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:

-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen   unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung   eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch     protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.

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