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Die aktuelle Print-Ausgabe:

176/177. Folge | April 2013
Jenseits von Lohnarbeit und Kapitalmacht - Unternehmen in einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus
Dirk Löhr: Die bilanziellen Schatten der ökonomischen Renten
Christian Kreiß: Werbung – Information oder Desinformation?
Ingrid Schmale: Genossenschaften: eine traditionsreiche und zukunftsfähige Unternehmensform
Robert Lütjens: Die neue Stiftungs-Firma - Für eine starke Realwirtschaft
Norbert Bernholt: Das Unternehmertum in einer solidarischen postkapitalistischen Wirtschaft
Fritz Andres: Zur Zukunft der Unter-
nehmensverfassung – Wirkungen verbesserter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen
Dokumentation: Aufruf "Grundsteuer zeitgemäß"

REZENSIONEN:
Helmut Creutz:
Das Geld-Syndrom 2012 - Wege zu einer krisenfesten Wirtschaftsordnung. Aachen aktualisierte Neuausgabe 2012. (Roland Geitmann)
Paul Krugman: Vergesst die Krise! Warum wie jetzt Geld ausgeben müssen. Frankfurt/M. 2012. (Ulrike Heike Müller)
Samirah Kenawi: Falschgeld – Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit. Versuch eines Urteils aus praktischer Sicht. Kühbach-Unterbernbach 2011. (Gerd-Dieter Schmid)
Michael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann - Die moralischen Grenzen des Marktes . Berlin 2012. (Christoph Körner)
Akademie Solidarische Ökonomie (Hrsg.), Harald Bender, Norbert Bernholt, Bernd Winkelmann: Kapitalismus und dann? - Systemwandel und Perspektiven gesellschaftlicher Transformation. München 2012. (Roland Geitmann)
Berthold Eichwald, Klaus-Josef Lutz: Erfolgsmodell Genossenschaften - Möglichkeiten für eine werteorientierte Marktwirtschaft. Wiesbaden 2011. (Jörg Gude)
Bettina Dyttrich, Pit Wuhrer (Hrsg.): Wirtschaft zum Glück - Solidarisch Arbeiten heute, weltweit. Zürich 2012. (Alwine Schreiber-Martens)
Michael von Hauff & Katja Claus: Fair Trade – Ein Konzept nachhaltigen Handels. Konstanz und München 2012. (Markus Raschke)
Peter Bierl: Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn - Kapitalismuskritik von rechts: Der Fall Silvio Gesell. Hamburg 2012. (Jörg Gude)
und weitere kleine Beiträge

Die nächste Doppelfolge 178/179 erscheint Ende Oktober 2013
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Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.
Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Dipl.-Kfm. Ralf Becker, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dr. Norman Ehrentreich, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Arno Gahrmann, Prof. Dr. Roland Geitmann, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Mag. Soz.-wiss. Tilo König, Dr. Christoph Körner, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Dipl.-Soz.-wiss. Claude Million, Prof. Günther Moewes, Dr. Robert Musil, apl. Prof. Dr. Niko Paech, Mag. Alexander Preisinger, Dipl.-Vw. Andreas Rams, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Fabian Thiel.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:

-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen   unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung   eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch     protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.

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