Die aktuelle Print- & Online-Ausgabe | 196./197. Folge | Mai 2018:

Technischer Fortschritt / Reform des Bodenrechts

Helmut Woll: Homo oeconomicus technicus  
Bernadette-Julia Felsch: Von den Physiokraten bis zur Neoklassik - Henry George und der vergessene Faktor Land
Hans-Jochen Vogel: Bedarf es wirklich keiner Bodenrechtsreform? - Eine verdrängte Herausforderung
Fabian Thiel: Eigentum - auch Bodeneigentum - verpflichtet! - Zur Entstehungsgeschichte, Auslegung und Bedeutung von Artikel 14 Abs. 2 Grundgesetz  
Dirk Löhr: Wege und Irrwege der aktuellen  Bodenreformdiskussion
Ulrich Kriese &  Henry Wilke: Grundsteuerreform - Schlägt jetzt die Stunde der einfachen Lösungen?
Elisabeth Meyer-Renschhausen & Klaus Prätor: Allmenden, Commons und Gemeinheit - Vom Verschwinden und Wiederauftauchen der Allmenden

REZENSIONEN   
Jürgen Kaube:
Die Anfänge von Allem. Berlin 2017. (Christian Thiel)
Fabian Scheidler: Chaos - Das neue Zeitalter der Revolutionen. Wien 2017. (Dieter Fauth)
Steffen Henke: Fließendes Geld für eine gerechtere Welt - Warum wir ein alternatives Geldsystem brauchen, wie es funktioniert und welche Auswirkungen es hat. Baden-Baden 2017. (Christoph Körner)
Mohssen Massarrat: Braucht die Welt den Finanzsektor? - Postkapitalistische Perspektiven. Hamburg 2017. (Alwine Schreiber-Martens)
Walter Oswalt: No Mono - Kapitalismus ohne Konzerne - Für eine liberale Revolution. Münster 2017. (Werner Onken)
Gerth M. Neugebauer: Erde in Not - die heimliche Bodenkatastrophe. Wien 2017. (Norbert Mundl)
Elisabeth Meyer-Renschhausen: Urban Gardening in Berlin - Touren zu den neuen Gärten der Stadt. Berlin 2016. (Torsten Reinsch)
Hartmut Rosa: Resonanz - Eine Soziologie der Weltbeziehung. Berlin 2016. (Ulrich Schachtschneider)
Stefan Hartmann & Christian Thiel (Hrsg.): Der schöne Schein - Symbolik und Ästhetik von Banknoten. Battenberg 2016. (Hugo Godschalk)
Gerhard Senft (Hrsg.): „Wildcat Banking“ - Materialien zur monetären Gestaltungsfreiheit von Benjamin Tucker u.a. Leipzig 2017. (Hugo Godschalk)
Ute Scheub: DEMOKRATIE - Die Unvollendete. Plädoyer für mehr Teilhabe; hrsg. von Mehr Demokratie. München 2017. (Christoph Körner)

> Das Thema der nächsten Printausgabe 198/199:
Wie weiter mit Europa und dem Euro?  (Arbeitstitel)

Die Zeitschrift für Sozialökonomie ...

... wurde 1964 von einem Kreis von Kritikern der neoklassischen Standardökonomie gegründet, die frühzeitig erkannten, dass das westdeutsche ‚Wirtschaftswunder’ nicht von Dauer sein würde. Im Gegensatz zum neoklassischen Axiom, wonach das Geld neutral sei, sahen sie gerade in der Nicht-Neutralität des Geldes die wesentliche Ursache für die ungerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen sowie für die Vermachtung und Krisenanfälligkeit kapitalistischer Marktwirtschaften.
   Statt die Funktionsmängel des Geldes im Sinne eines keynesianischen deficit spending kompensieren zu wollen oder sie nach Art der monetaristischen Geldmengensteuerung weiterhin zu ignorieren, hat es sich die Zeitschrift für Sozialökonomie seitdem zur Aufgabe gemacht, den alternativökonomischen Gedanken einer Neutralisierung des Geldes wissenschaftlich zu begründen und damit zur Entwicklung von Grundlagen einer nicht nur freiheitlichen und effizienten, sondern auch gerechten und friedlichen Wirtschaft beizutragen. Zu diesen Grundlagen gehört auch die Überzeugung, dass der Boden und die übrigen natürlichen Ressourcen Gemeinschaftsgüter der Menschheit sind und dass bei aller Freiheitlichkeit und Effizienz der Nutzung allen Menschen ein Grundrecht auf eine gleiche Teilhabe an diesen natürlichen Lebensgrundlagen zugestanden werden muss.
   Die Zeitschrift für Sozialökonomie versteht sich als ein offenes Forum für die Suche nach den ordnungspolitischen Grundlagen einer „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“, in der die Konjunktur stabilisiert, Vollbeschäftigung erreicht, arbeitsloses Einkommen durch Überwindung der Kapitalknappheit und damit des Zinses beseitigt und der Wettbewerb von mono- und oligopolistischen Vermachtungen befreit wird. Nach dem Niedergang des kommunistischen Sowjetimperiums und dem vorläufigen Sieg des westlichen Kapitalismus im Wettkampf der Systeme wird es angesichts der unübersehbaren Schattenseiten der ‚neoliberalen’ Epoche einer ungeordneten Privatisierung und der ebenso unübersehbaren ökologischen Grenzen der Wirtschaftsentwicklung immer dringender, Alternativen zum ökonomischen Mainstream zu suchen und hierüber einen Dialog mit anderen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen KritikerInnen des Mainstreams zu pflegen.

Herausgegeben wird die Zeitschrift für Sozialökonomie von der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung in Zusammenarbeit mit der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.

Redakteur ist Dipl.-Ökonom Werner Onken. Zu den MitarbeiterInnen gehören Ass.jur. Fritz Andres, Eckhard Behrens, Dr. Edoardo Beretta, Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Beate Bockting, Helmut Creutz (†), Dr. Max Danzmann, Dr. Dieter Fauth, Prof. Dr. Roland Geitmann (†), Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Ass.jur. Jörg Gude, Dr. Eva-Maria Hubert, Dr. Christof Karner, Prof. Dr. Margrit Kennedy (†), Dr. Christoph Körner, Dr. Ulrich Kriese, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Dr. Hans-Günter Wagner, Prof. Dr. Johann Walter, Dipl.-Kfm. und Dipl.-Volksw. Ferdinand Wenzlaff, Dr. Helmut Woll u.a.

Unsere Grundsätze

Gesellschafts- und wirtschaftspolitischer Erkenntnisgewinn wird bislang noch vielfach durch mächtige Gruppeninteressen und in zunehmendem Maße auch durch rechts- und linksextremistische Ideologien fehlgeleitet. Im Gegensatz dazu haben sich die MitarbeiterInnen der Zeitschrift für Sozialökonomie das Ziel gesetzt, ordnungspolitische Grundlagen für eine sozial- und umweltverträgliche Marktwirtschaft sowie für eine freiheitliche Demokratie zu erarbeiten. Sie bekennt sich zu den Grundsätzen:
-  der Respektierung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe und Religion,
-  der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit im Rahmen der Verantwortung eines jeden Menschen für sich und die Allgemeinheit,
-  des Eigentums an selbst erarbeiteten Gütern,
-  einer freien, weder durch Monopole und Machtinteressen noch durch protektionistische Schranken verfälschten Marktwirtschaft,
-  der Achtung vor der natürlichen Mitwelt,
-  der Verständigung zwischen Menschen und Völkern in einer weltoffenen Zivilgesellschaft,
-  des Strebens nach innerem und äußerem Frieden.